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Unser
Geburtsort Kiel |
Unser
Geburtsort ist Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel, eine kreisfreie
Stadt im Osten des Landes an der Ostsee. Sie ist die größte
Stadt des Landes, und neben Lübeck, Flensburg und Neumünster
ein Oberzentrum des Bundeslandes und ein bedeutendes Schiffbauzentrum.
Ferner ist Kiel eine traditionsreiche Universitätsstadt und
hat einen starken maritimen Bezug in den Bereichen Marine, Segeln
und Meeresforschung. Die nächstgelegene Metropole ist die Hansestadt
Hamburg, etwa 90 km südlich.
Die Einwohnerzahl der Stadt Kiel, des historischen Hauptortes
von Holstein, überschritt im Zuge des Ausbaus als Reichskriegshafen
um das Jahr 1900 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt
wurde. Bereits 1910 hatte die Stadt über 200.000 Einwohner.
Heute zählt die Stadt 232.547 Einwohner (stand 30. Juni 2007).
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Städtepartnerschaften
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Brest (Frankreich), seit 1964
Coventry (Vereinigtes Königreich), seit 1967
Vaasa (Finnland), seit 1967
Gdingen (Polen), seit 1985
Tallinn (Estland), seit 1986
Stralsund (Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern), seit 1987
Kaliningrad (Oblast Kaliningrad), seit 1992
Sowjetsk (Russland), seit 1992 |
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Geschichte
der Stadt Kiel |
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Kiel
wurde zwischen 1233 und 1242 von Graf Adolf IV. von Holstein aus
dem Hause Schauenburg gegründet. Nur bei Kiel stieß
das sächsische Territorium an die Ostsee nördlich
der Levensau lag dänisches, östlich der Schwentine hinter
dem Limes Saxoniae mit Wagrien slawisches Gebiet, also war hier
die einzige Möglichkeit für einen Ostseehafen. Als solcher
wurde Kiel als eine der nördlichsten Städte im Heiligen
Römischen Reich planmäßig angelegt. Gleichzeitig
stiftete Graf Adolf das Franziskanerkloster, in dem er auch seinen
Lebensabend verbrachte. 1242 erhielt Kiel das Lübecker Stadtrecht
verliehen.
Der ursprüngliche Stadtname lautete Holstenstadt tom Kyle
(die Holstenstadt an der Förde). Das y im alten Namen ist
ein langes i. Im Sprachgebrauch wurde der lange Name zu tom Kyle
verkürzt und schließlich zu Kiel. Kiel (Niederdeutsch:
Keil) meint hier im Speziellen die Förde, eine Meeresbucht,
die sich weit ins Land hinein schneidet. Auch im nordischen Sprachbereich
kommt der Ortsname vor (altnordisch: Kíll schmale
Bucht).
1865 ordnete der preußische König die Verlegung der
Ostsee-Marinestation von Danzig nach Kiel an. Ab diesem Zeitpunkt
entwickelte sich Kiel rasch zur Großstadt. Mit der Marine
kam auch die Norddeutsche Werft (später Germania-Werft) als
zweiter großer Schiffbaubetrieb nach Kiel. 1866 wurde Kiel
endgültig preußisch. Das Artilleriedepot (ab 1891 Kaiserliche
Torpedowerkstatt) wurde eingerichtet; hier wurden unter anderem
Über- und Unterseewaffen entwickelt. 1867 wurde Kiel dann
"Kriegshafen" des neu gegründeten norddeutschen
Bundes.
1895 erfolgte die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute
Nord-Ostsee-Kanal), welcher bald die meistbefahrene künstliche
Wasserstraße der Welt wurde. In der Folge wurde Kiel endgültig
zum Haupthafen der deutschen Kriegsflotte. Mitten im Ersten Weltkrieg
wurde Kiel 1917 Sitz des Oberpräsidiums der preußischen
Provinz Schleswig-Holstein und somit Provinzhauptstadt. Vorher
befand sich das Oberpräsidium in Schleswig.
Mit dem Kieler Matrosenaufstand begann 1918 die Revolution, und
es endete der Erste Weltkrieg. Am 3. November erhoben sich hier
die Matrosen, gründeten nach einem spontanen Gefecht mit
regierungstreuen Truppen am 4. November den ersten Arbeiter- und
Soldatenrat Deutschlands und begannen somit die Novemberrevolution,
welche innerhalb weniger Tage ganz Deutschland erfasste und die
Grundsteinlegung zur Weimarer Republik bildete.
Kiel wurde 1936 zum ersten Mal Austragungsort der olympischen
Segelwettbewerbe. Im Landesarchiv Schleswig-Holstein existiert
ein Film von Leni Riefenstahl über dieses Ereignis.
1939 bis 1945 wurde Kiel dann wegen der großen militärischen
Bedeutung im Zweiten Weltkrieg (Kriegshafen, Werften) durch zahlreiche
Luftangriffe zu über 80% zerstört. Die Integration der
vielen ostdeutschen Kriegsflüchtlinge aus dem Baltikum, Ost-
und Westpreußen, Pommern und Mecklenburg stellte die Stadt
seit 1945 vor zusätzliche Herausforderungen. In den Nachkriegsjahren
wurde Kiel unter "modernen" Gesichtspunkten neu aufgebaut
(wobei die Pläne bemerkenswerterweise noch auf die NS-Zeit
zurückgingen). Die Stadt entwickelte sich bald wieder zum
wirtschaftlichen, politischen und geistigen Zentrum Schleswig-Holsteins.
1946
wurde Kiel Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein und trat als
solche 1949 der Bundesrepublik Deutschland bei.
Kiel war 1972 zum zweiten Mal Austragungsort der olympischen
Segelwettbewerbe, diesmal im Stadtteil Schilksee. 1975 wurde der
Kieler Umschlag als modernes Volksfest wiederbelebt. 1982 feierte
die Kieler Woche ihr hundertjähriges Bestehen. 1985 beschloss
man die Einstellung der Straßenbahn; eine Entscheidung,
die heute vielfach bedauert wird. 1992 beging die Stadt ihre 750-Jahr-Feier,
und 1994 wurde die 100. Kieler Woche veranstaltet (in den Kriegsjahren
von 1915 bis 1919 und 1940 bis 1946 fanden keine Kieler Wochen
statt); 1995 schließlich feierte man den hundertjährigen
Geburtstag des Nord-Ostsee-Kanals.
Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1997 der Oberbürgermeister
(Norbert Gansel, SPD) direkt gewählt; 2003 folgte ihm Angelika
Volquartz (CDU) als Kiels erste Oberbürgermeisterin.
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Söhne
und Töchter der Stadt Kiel |
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Es sind einige berühmte Menschen in der heutigen Landeshauptstadt
Kiel geboren. Hier eine (unvollständige) Liste der Söhne
und Töchter der Stadt:
- 1858, 23. April, Max Planck, 4. Oktober 1947 in Göttingen,
Physiker und Begründer der Quantentheorie, Physik-Nobelpreis-Träger
- 1900, 22. Januar, Ernst Busch, 8. Juni 1980 in Berlin
(Ost), Schauspieler (Brecht-Stücke), Sänger
- 1912, 28. Juni, Carl Friedrich von Weizsäcker, Physiker
und Philosoph
- 1912, 16. Oktober, Lotti Huber, 31. Mai 1998 in Berlin,
Schauspielerin
- 1922, 30. Oktober, Heinrich Dahlinger, Handballnationalspieler
und Segler
- 1925, 28. Mai, Heinz Reincke, Schauspieler
- 1928, 29. September, Gerhard Stoltenberg, 23. November
2001 in Bad Godesberg, Bundesminister für Wissenschaftliche
Forschung (19651969), Bundesfinanzminister (19821989),
Bundesverteidigungsminister (19891992), Ministerpräsident
von Schleswig-Holstein (19711982)
- 1928, 2. Oktober, Oswalt Kolle, Publizist, Schriftsteller
(Dein Kind, Das Wunder der Liebe)
- 1950, 9. Januar, Wolfgang Rohde ("Wölli"),
ehemaliger Schlagzeuger der Toten Hosen
- 1956, 1. August, Axel Milberg, Schauspieler (u.a. Tatort)
- 1962, 12. März, Andreas Köpke, Fußballspieler
(Fußballtorwart, Europameister und Welttorhüter 1996)
- 1964, 5. Mai, Heike Henkel, Leichtathletin (Hochsprung, Olympiasiegerin
1992)
- 2007, 27. Juli, Fenja Brandt
- 2010, 13. Juli, Jonte Brandt
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