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Ein Mann ist nicht totzukriegen: Nach der Queen und Madame Tussaud
rangiert Meisterdetektiv Sherlock Holmes an dritter Stelle der »Most
Famous Londoners«. Eine Romanfigur beliebter als Prince
Charles und Admiral Nelson, Wellington und Sir Henry Tate! Shocking!
Oder auch wieder nicht. Denn mit Sherlock Holmes verbindet man noch
immer das vermeintlich typische London: Nebel und Mysterium, viktorianische
Gassen-Labyrinthe und einen in traditionelles Tweed gekleideten
Gentleman, der Pfeife rauchend vor dem Kamin sinniert. London ist
Sherlock Holmes ist London - daran hat sich in den letzten hundert
Jahren nichts geändert.
Selbst im digitalen Zeitalter hat er seinen Platz:
Wenn man heute im Internet nach Sherlock Holmes sucht, spuckt das
Datenlabyrinth auf Anhieb knapp 10.000 gefundene Stellen aus. 10.000!
Sicher - die Lektüre von »In Bed with Sherlock Holmes:
Sexual Elements in A.C. Doyie's Stories« will man nicht
unbedingt auf der Festplatte haben, und wer sich um alles in der
Welt für eine siebenundzwanzigseitige Reportage über den
Pfeifenstil des Meisterermittlers interessiert, sei auch einmal
dahingestellt. Aber immerhin: Dutzende ehrenwerte Londoner Sherlock-Holmes-Gesellschaften
werben um Mitglieder, Professoren aus aller Welt verfassen verschlüsselt-verworrene
Essays und selbst der Londoner »Sherlock
Holmes Pub« hat seine eigene Internet-Seite.
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