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A Beautiful Day at the Discotheque


-Biographie-
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Inhalt:
1. Der Weg nach oben
2. Am Ziel angekommen
3. Die Superstars
4. Der neue Traum


Der Weg nach oben

Es begann alles mit einem unscheinbaren Zettel am Schwarzen Brett der Mount Temple School in Dublin im Jahre 1976. "Leute gesucht, die Spaß an fetziger Musik haben und den Mut, ihr Talent in einer Band zu erproben" soll auf diesem Zettel gestanden haben. Der Autor dieser Worte war Lawrence "Larry" Mullen jr., und er legte mit diesem kurzen Aufruf den Grundstein für eine der einflußreichsten Bands des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
U2 live Wenige Tage später traf man sich in der Küche von Larrys Eltern, improvisierte zu ein paar Songs der Rolling Stones, sprach viel über Musik, und gründete schließlich eine Band, die sich "Feedback" nannte. Der Anfang war gemacht. Die Band bestand aus Lawrence "Larry" Mullen jr. (Drums, geb. 31.10.1961), Paul "Bono" Hewson (Gesang, geb. 10.5.1960), Dave "The Edge" Evans (Gitarre, geb. 8.8.1961) und Adam Clayton (Bass, geb. 13.3.1960). Anfangs gehörte auch Daves Bruder Dick Evans noch zur Band, doch der stieg recht schnell wieder aus.
Die ersten Auftritte fanden in der Schule statt, doch nach einiger Zeit wagte sich die Band hinaus, und spielte als Vorgruppe in einigen Pubs in Dublin, nun unter dem Namen "The Hype". Das Jahr 1978 wurde zum Schicksalsjahr für die Band. Unter dem neuen Gruppennamen U2 nahm man an einem lokalen Talentwettbewerb teil, für dessen Sieger die Plattenfirma CBS Probeaufnahmen im Studio und die Option auf einen Plattenvertrag in Aussicht stellte. U2 gewannen den Wettbewerb, an Stelle des Plattenvertrages gab es aber nur 500 Pfund Preisgeld.
U2 Nur wenige Wochen später sah ein gewisser Paul McGuiness die Band zum ersten mal live. Er gab dem Drängen des mit U2 befreundeten Musikjournalisten Bill Graham nach und übernahm das Management der Band. Von nun an ging es immer schneller bergauf. Zwar hatte das Demo-Tape der Band weder bei CBS, noch bei einer anderen Plattenfirma Eindruck hinterlassen, so schaffte es Paul McGuiness doch einen Vertrag mit CBS Ireland abzuschließen. Im Herbst 1979 erschien die erste Single der Band: U2-3. Während die Band zu Hause in Irland erste Erfolge feierte, fiel eine Tournee durch Großbritannien recht ernüchternd aus. Beim legendären Gig im "Hope and Anchor", einem Pub in Islington, London, bestand das Publikum nur aus neun Leuten, trotzdem war die Band bei jedem Auftritt entschlossen, diejenigen, die gekommen waren, zu begeistern. Dies schaffte sie auch bei einem Werbeagenten von Island Records in London. Es wurde ein Vertreter nach Irland geschickt, der nach einem begeisternden Konzert von U2 in Dublin der Band einen Vertrag über vier Alben anbot. U2 hatten es geschafft, sie waren im Geschäft.
Im Oktober 1980 erschien die erste LP von U2: Boy. Die Auftritte in England wurden immer erfolgreicher, und auch erste Auftritte in den USA verschafften der Band Anerkennung auf beiden Seiten des Atlantiks. Doch gleichzeitig kam es zu ersten Turbulenzen innerhalb der Band. Es wurde für einige Bandmitglieder zunehmend problematisch, ihren christlichen Glauben und das Leben eines Rock-Stars miteinander in Einklang zu bringen.
Im Oktober 1981 erschien schließlich das zweite U2-Album October. Die Songs des Albums waren geprägt von der gegenseitigen Entfremdung der Bandmitglieder, wie auch der Sehnsucht nach ihrem Heimatland Irland nach langen Monaten auf Tournee. Die Single-Auskopplung Fire stieg auf Platz 35 der Uk-Charts ein und verschaffte der Band ihren ersten Auftritt bei "Top of the Pops".
Bono Doch die Unstimmigkeiten in der Band blieben. Während sich Sänger Bono mitlerweile klar zum Rock-Star-Trubel bekannte, war Gitarrist Edge hin und hergerissen zwischen seiner moralischen Verpflichtung als gläubiger Christ und seinem eigenen Ego, das die Annehmlichkeiten des Star-Rummels genießen wollte. So kam es 1982 fast zur Auflösung der Band, als sich Edge zwei Wochen Urlaub nahm, um über sein Leben mit oder ohne U2 nachzudenken. Edge packte all seine Wut, seinen Frust und seine zweifel in eine Akkordfolge, die puren Rock darstellt. Der Song Sunday, bloody sunday war gebohren und Edge war sich sicher, daß christlicher Glaube und die Mitgliedschaft in einer Rock-Band sich nicht ausschließen müssen, und schloß sich der Band und dem Rock wieder an.
Im Herbst 1982 ging man dann wieder in die Windmill Lane Studios und begann mit neuer spiritueller Energie und politischem Bewußtsein an einem neuen Studioalbum zu arbeiten. Beeinflußt vom Falklandkrieg, vom Blutvergießen in Nah Ost und Südafrika und der Gewalt vor der eigenen Haustür in Nordirland entstand ein aggressives, schroffes Album, das bezeichnenderweise War getauft wurde. Es stand im krassen Gegensatz zu den kommerziellen New Romantics- und Synthi-Bands, die an den Spitzen der Charts standen. Doch bevor das Album erschien, kam die Single New Years Day auf den Markt. Am 1. Januar 1983 erschienen, kletterte sie unaufhaltsam in die Top 10 der UK-Charts. Das Album War, im März 1983 veröffentlicht, stieg dann gleich auf Platz 1 ein. Der erste Song des Albums, Sunday, bloody sunday, wurde zu einer Hymne gegen Gewalt und Nationalismus. Das ganze Album war ein Appell an Vernunft und Liebe, trotz des aggressiven, schroffen Sounds. Es brachte der Band den nicht immer positiv gemeinten Titel der Kreuzritter des Rock ein, nicht zuletzt durch ihre religiösen Wurzeln, die sie immer wieder betonten.
BonoDie folgende Tourneen durch Großbritannien und die USA waren ausverkauft. Bei einem Drei-Tage-Festival in Californien spielten U2 vor 250.000 Zuschauern, zusammen mit David Bowie und den Pretenders. Sie hatten es geschafft. U2 war einer der angesagtesten Live-Acts des Jahres. Doch Manager Paul McGuiness plante bereits den nächsten Schachzug. Dank MTV war es möglich geworden, ohne einen einzigen Live-Auftritt die Charts zu erobern. Auch das Video zum U2-Song New Years Day hatte bereits zum Erfolg von U2 beigetragen. Paul McGuiness erkannte die Macht des neuen Mediums und plante ein abendfüllendes Live-Video von U2 zu produzieren. Als Schauplatz wählte man die beeindruckende Kulisse des Amphie-Theaters Red Rocks vor den Toren Denvers, Colorado, das 9.000 Menschen Platz bot. Trotz strömenden Regens kamen 8.000 Menschen zu einer der besten Shows, die U2 je gegeben haben. Im November 1983 erschien dann das Video zu diesem Konzert, das Under a blood red sky getauft wurde. Zeitgleich erschien ein Mini-Live-Album gleichen Namens. Die Songs auf dem Album stammen aber bis auf zwei (Gloria und Party Girl) nicht vom Konzert in Red Rocks. So stammt der Song 40 vom Loreley-Festval in Deutschland, der mit seinem vom Publikum noch Minuten nach der Show wiederholten Refrain "How long to sing this song" für die nächsten Jahre zum traditionellen Ende eines U2-Konzertes wurde. Das Album wurde schließlich die erste Platin-LP der Band.

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